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Die Ballaststoffe

Weshalb Ballaststoffe so wichtig sind

Ballaststoffe sind kein Ballast in dem Sinne, dass sie für unseren Körper nicht wichtig sind. Ballaststoffe werden für den Verdauungsprozess benötigt. Sie fördern die Darmtätigkeit, weil sie das Wasser binden, damit den Darminhalt vergrößern und ihn geschmeidig machen. Außerdem binden die Ballaststoffe Schadstoffe und können durch die Ausleitung von Gallensäuren den Cholesteringehalt des Blutes senken. Anders als viele Laien vermuten, enthalten die Ballaststoffe nicht so viele Kalorien und machen aber trotzdem sehr lange satt. Schon diese kurze Erklärung zeigt auf, wie wichtig Ballaststoffe sind und wer schon einmal Verdauungsprobleme hatte, die mit Verstopfung einhergingen, der weiß um die Unannehmlichkeiten, die das mit sich bringt. Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an und trage allein deswegen wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei.

Die Wohlstandskost ist weniger ballaststoffhaltig

Wird zu wenig ballaststoffreiche Kost gegessen, wird der Magen und der Darm träge. Man bekommt einen aufgeblähten Bauch und fühlt sich unwohl. Wer außerdem zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, verstärkt den Prozess außerdem. Parallel dazu funktioniert der Stoffwechsel nicht richtig und die Abwehrkraft des Verdauungssystems wird geschwächt.

Wie die Verdauung funktioniert

Unsere Verdauung beginnt im Munde, geht über Magen und Zwölffingerdarm in den Dünndarm. Durch das Kauen wird die Nahrung zerkleinert, unser Speichel macht sie gleitfähig. Dann gelangt sie über die Speiseröhre in den Magen. Dort wird die Nahrung gesammelt. Ein normaler Magen hat ein Fassungsvermögen für ein bis zwei Liter Nahrung. Durch Muskelkontraktionen im Magen wird alles vermischt und gelangt in den Dünndarm. Im Dickdarm wird dem Brei das Wasser entzogen, was jetzt übrig ist, scheidet der Mensch wieder aus. Je nachdem was wir gegessen haben, dauert der Verdauungsprozess unterschiedlich lange. Zum Beispiel liegt Fleisch bis zu vier Stunden im Magen. Das, was ausgeschieden werden soll, kann im Mastdarm zwei Tage lagern.

Ballaststoffe beschleunigen den Verdauungsprozess

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass die Dauer der Passage durch den Darm und die Menge Stuhlgang in einem bestimmten Verhältnis zum Ballaststoffgehalt der Nahrung steht. Wird durch viele Ballaststoffe das Volumen des Stuhls vergrößert und die Passagezeit durch den Darm verkürzt lagern die Schadstoffe weniger kurz im Mastdarm und können dazu beitragen Darmkrebs zu verhüten.

Wie viel Ballaststoffe sollten es sein

Ein Erwachsener sollte täglich bis zu 40 g Ballaststoffe verzehren. Sie sind in allen Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs enthalten. Zum Beispiel in Vollkorngetreideprodukten, Gemüse, Obst, Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Um aufquellen zu können, brauchen sie Flüssigkeit, deshalb sollte auch reichlich getrunken werden.
Ein zu viel des Guten ist aber auch schädlich. Wer mehr als 50 g Ballaststoffe zu sich nimmt, kann Blähungen und Bauschmerzen bekommen. Besonders bei Hülsenfrüchten passiert das häufig.

Für eine gute Verdauung und ordentliche Stoffwechselfunktionen sind Ballaststoffe unverzichtbar.

 


 
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